Abstimmung vom 13. Februar 2011 Kommentar

Mit Bedauern nimmt die Alternative Linke Bern von den Resultaten der heutigen nationalen und kantonalen Volksabstimmungen Kenntnis. 

Die Chance, mit der Waffeninitiative ein Zeichen gegen Gewalt und für eine friedlichere Welt zu setzen, sowie Familiensysteme und auch Einzelpersonen besser zu schützen, wurde nicht genutzt. Die bisher erreichten Verbesserungen im Umgang mit der Militärwaffe (Freiwillige Abgabe im Zeughaus, Zurückbehalten der Munition, Erbringen eines Fähigkeitsausweises) gehen leider immer noch viel zu wenig weit. Die knapp 44% Ja-Stimmenden bilden jedoch eine solide Basis, welche sich weitere Verbesserungen in Bezug auf Schutz vor Waffengewalt wünscht. In diesem Sinne ist zu hoffen, dass die Politik hier nun nicht stillsteht, sondern die Bedürfnisse einer grossen Minderheit ernst nimmt.

Der Kanton Bern kann nach der heutigen Abstimmung mit relativ knapper Zustimmung seine befürwortende Botschaft zur Erneuerung des Atomkraftwerks in Mühleberg an den Bund weiterleiten - das Thema der Zukunft der Atomkraft steht jedoch mit dem heutigen Tage erst am Anfang. Die Abstimmung zeigt uns, dass ein Grossteil der Bevölkerung der Atomkraft ebenso skeptisch gegenüber steht wie wir, und wir sind überzeugt, mit fundierten Informationen und Aufzeigen von Alternativmöglichkeiten weiter an Boden gewinnen zu können.