Referendum gegen die Reform der Altersvorsorge 2020

Die AL Bern hat entschieden das Referendum gegen die AHV-Revision zu unterstützen. Dies aus folgenden Gründen: Die Revision wird primär auf dem Buckel der Frauen ausgetragen. Das Rentenalter wird anbgehoben und – entgegen der Behauptungen der linken Befürworter*innen – niemals durch die 70 CHF, die jede Person mehr bekommt, kompensiert.

Die Reform bedeutet für die Frauen durchschnittlich 20‘000 CHF weniger Rente. Dies ist eine Benachteiligung, die wir nicht zu akzeptieren bereit sind. Frauen sind durch das (schon an und für sich kritisierbare) System mit der Pensionskasse doppelt benachteiligt: da sie oft in Berufen arbeiten, die schlecht(er) bezahlt sind und weil es durch Betreuungsarbeit oft noch Beitragsunterbrüche gibt bzw. Frauen oft teilzeit arbeiten, um die Familienarbeit zu erledigen, können sie weniger in die zweite Säule einzahlen und erhalten dort auch um einiges weniger an Geld.

Zudem stellen wir in Frage, ob die Aussage „Es braucht dringend eine Reform!“, welche mantramässig seit Jahren wiederholt wird, den Tatsachen entspricht: Das Vermögen im AHV Ausgleichsfonds beträgt per 31.3.2017 inkl. Anlagen 31‘049 Mio CHF! Am 1.1.2016 betrug das Vermögen noch 28‘516 Mio CHF. Das heisst, das Vermögen ist ncoh grösser geworden, die Liquidität hingegen hat in diesem Zeitraum etwas abgenommen.

Es besteht also kein zeitlicher Druck, um eine Revision durchzudrücken. Es ist genügend Zeit vorhanden, um die Diskussion zu führen, welche Form von Altersvorsorge wir wollen, ob nicht die zweite Säule endlich in die AHV integriert werden sollte um ein solidarischeres System zu schaffen. Die Reform ist nicht dringlich genug, um eine Verschlechterung der Situation für die Frauen einfach hinzunehmen! Von der Reform profitieren primär die Banken und Versicherungen.

Unterschriftenbogen

Weitere Infos: http://touchepasamaretraite.ch/de/argumentaire/

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