Stadtrat Bern

Die AL Bern wird durch Christa Ammann und Tabea Rai im Stadtrat vertreten.

 

Christa Ammann * 1983

ist dipl. Heil- und Sozialpädagogin mit einem Master in Sozialer Arbeit. Sie ist Stellenleiterin von XENIA, Fachstelle Sexarbeit. Sie ist aktiv bei der Tour de Lorraine, gegen Racial Profiling, für Ernährungssouveränität und Décroissance. Sie setzt sich ein für Umverteilung und soziale Gerechtigkeit.

Tabea Rai * 1993

ist Fachfrau Betreuung und Co-Präsidentin der Lesbenorganisation Schweiz. Sie setzt sich ein gegen den Leistungsabbau bei kranken und beeinträchtigten Menschen sowie in der Bildung und für Flüchtlingssolidarität ein und fordert mehr Freiräume sowie eine autonome Drogenpolitik.

Mitglied Kommission für Soziales, Bildung und Kultur (SBK)

 

Die AL ist Teil der Freien Fraktion, welche im Stadtrat u.a. als linkes Gegengewicht zum etablierten, bequemen und auf Machterhalt eingestellte RGM-Bündnis fungiert. Die Mitglieder der freien Fraktion sind neben den beiden AL-Vertreterinnen:

Luzius Theiler (GPB-DA) und

Daniel Egloff (PdA)

Die Alternative Linke Bern macht sich im Stadtparlament unter andern für folgende Punkte stark:

Öffentlicher Raum als Begegnungszone

Der öffentliche Raum soll Begegnungszone für alle frei von Diskriminierung, Wegweisungen und Konsumzwang sein. Dazu braucht es Mitbestimmung und Mitgestaltung in den Quartieren.

  • Wir fordern die Abschaffung der Bewilligungspflicht von politischen Kundgebungen.
  • Die Schützenmatte soll definitiv ein autofreier Begegnungsraum werden.
  • Es braucht zusätzliche einladende, behindertengerechte und gratis nutzbare Toiletten. Zum Beispiel beim Bundesplatz.

Gleiche Rechte für alle

Wir wehren uns gegen alle Formen der Ungleichbehandlung und Diskriminierung. Der Zugang zu Arbeit, Bildung, Gesundheit und weiteren öffentlichen Dienstleistungen muss unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Aufenthaltsstatus, Sprache, sexueller Orientierung sowie physischen und psychischen Voraussetzungen möglich sein.

  • Wir fordern, dass in der Stadt keine unterirdischen Unterkünfte für Geflüchtete mehr bewilligt werden.
  • Wir fordern die Einführung einer Städtebürger*innenschaft (Urban Citizenship) in Bern.
  • Steuerhinterziehung ist ein Problem für den Zusammenhalt der Gesellschaft, die Sozialdetektiv*innen sollen deshalb als Steuerfahnder*innen tätig werden.
  • Eltern sollen nach der Geburt oder Adoption den Beschäftigungsgrad reduzieren können, unabhängig davon, ob es sich um eine biologische, rechtliche oder soziale Elternschaft handelt.
  • Die Stadt soll in Zusammenarbeit mit Betrieben und Ausbildungsinstitutionen ihre Massnahmen verstärken, um dem Einfluss von Stereotypen auf die Berufs- und Studienwahl entgegen zu wirken.

Freiraum für Menschen statt Autos

Der motorisierte Individualverkehr braucht zu viel Platz. Die Bedürfnisse und die Sicherheit von Fussgänger*innen, Radfahrer*innen etc. gehen vor. Es soll konsequent auf nicht-motorisierte Mobilität gesetzt werden.

  • Wir fordern, dass der öffentliche Verkehr für alle, die kein Privatauto haben, gratis wird.
  • Das Gemeindegebiet soll eine Tempo-30-Zone werden.
  • Wohnquartiere sollen schrittweise autofrei werden.

Lebensqualität statt Standortmarketing

Wir fordern die Abkehr vom Profitdenken in allen gesellschaftlichen Bereichen. Grundbedürfnisse wie Unterkunft, Ernährung, Gesundheit und Infrastruktur sollen jenseits des Marktes gedeckt werden.

  • Im öffentlichen Beschaffungswesen sollen Aufträge konsequent nach ökologisch und sozial nachhaltigen Kriterien vergeben werden.
  • Wir setzen uns für die Erhöhung von Wohnungen mit Vermietungskriterien (GüWR) ein. Leben in Bern soll nicht am Budget scheitern.

Weniger Polizeipräsenz

Die Polizei soll ihre Aufgaben als „Freundin und Helferin“ für alle Bevölkerungsgruppen wahrnehmen und nicht das Sicherheitsbedürfnis von wenigen durch Repression und Übergriffe auf Minderheiten befriedigen.

  • Die demokratische Kontrolle über die Polizei muss wieder durch die Stadt und deren Bevölkerung ausgeübt werden.
  • Es braucht eine unabhängige Beschwerdeinstanz für Polizeifragen.
  • Zur Bekämpfung von Racial Profiling soll die Polizei bei jeder Kontrolle eine Quittung ausstellen, welche den Anfangsverdacht festhält und ob sich dieser erhärtet hat.

Legalisierung aller Drogen

Wir fordern ein Ende der Drogenprohibition. Der Konsum und die Produktion zum Eigenkonsum sollen legalisiert werden.

  • Wir fordern eine zweite Drogenanlaufstelle mit ergänzenden Öffnungszeiten zu der bestehenden.
  • Drogentestangebote und die Aufklärung über mögliche Risiken vom Konsum sollen erweitert werden.

Kompost und Biogas statt AKWs

Wir setzen uns ein für zukunftsfähige Landwirtschaft und Energie.

  • Wir unterstützen das Konzept der regionalen und globalen Ernährungssouveränität. Direkter Austausch zwischen Produzent*innen und Konsument*innen soll unterstützt werden.
  • Wir fordern eine lokale Strategie gegen Food-Waste.
  • Quartierenergiegenossenschaften sollen gefördert werden, Beratungsangebote der ewb sollen darüber hinaus zur Reduktion des Stromverbrauchs von Unternehmen und Haushalten führen.