Stadtratswahlen 2016

AL-phabet oder mit Bezug auf die WC-Kamppagne treffender AnALphabet

A wie AL olé!

B wie Bären befreien

C wie Chrige la Reine de panaché, die sich im Stadtrat lieber für etwas einsetzt, statt bloss rumzusitzen

D wie Drogen legALisieren

E wie Engagement

F wie facebook - i like! 

G wie Gemeinsam etwas bewegen

H wie Haschkuchen/Humor/Herzblut

I wie Intrigenfrei

J wie jetzt erst Recht auf Stadt!

K wie kacken

L wie Lustvolles linkes Lebensgefühl

M wie Merci!

O wie Po-lizei

P wie Papiere für alle!

Q wie Q-Faktur

R wie radikAL

S wie Sirup & Schnaps in der Stube unserem neuen Wohnzimmer

T wie Tabea go for it! 

U wie Urinieren

V wie Vereinshaus

W wie…. WC...Papier

X wie x-beliebig, z.B Crowd Funding, netter Versuch...

Y wie Yippie aktionistischer, ideologische radikalisierter Hippie (siehe Duden)

Z wie Zwei Sitze!

 

Die AL gewinnt einen zweiten Sitz – für eine konsequente und linke Politik!

Die AL Bern freut sich über den Gewinn des 2. Stadtratssitzes und dankt allen, die die AL unterstützt und für eine konsequente linke Politik in Bern gestimmt haben. Zusammen mit unseren Fraktionspartner*innen von der PdA und GPB-DA wollen wir dafür sorgen, dass die vom RGM-Bündnis dominierte Regierung die verschiedenen sozialen Bewegungen in Bern nicht länger Steine in den Weg legt, sondern ihnen Raum lässt, um sich zu formieren und zu entfalten. Wir freuen uns auch über die Sitzgewinne der JUSO und JA! und hoffen auf eine gute und kritische Zusammenarbeit mit den Fraktion der SP/JUSO sowie der GB/JA!, damit in den nächsten 4 Jahren viele wichtige Projekte umgesetzt werden können.

Die Wiederwahl von Christa Ammann, die von allen Kandidierenden die meisten Panaschierstimmen erhielt, zeigt, dass eine konsequent linke und solidarische Politik weit über die Stammwähler*innenschaft der AL hinaus geschätzt wird. Auch das ausgezeichnete Ergebnis unserer neugewählten Stadträtin Tabea Rai verweist darauf, dass AL-Mitglieder und Sympathisant*innen in basisdemokratisch organisierten, sozialen Bewegungen breit vernetzt sind. Wir sehen Grundlagenarbeit in sozialen Bewegungen und parlamentarische Arbeit nicht als Widerspruch und werden uns deshalb in den kommenden vier Jahren weiterhin konsequent und überzeugend für eine linke und solidarische Politik im Berner Stadtrat einsetzen. 

Konkret werden wir uns weiterhin für ein Haus der Vereine im frei werdenden Ringhof in der Lorraine einsetzen (die Gründung einer Interessensgemeinschaft ist in Planung), und uns für eine autofreie Schützenmatte, gegen die Kommerzialisierung des öffentlichen Raums, für gleiche Rechte für alle Bewohner*innen der Stadt Bern unabhängig von Aufenthaltsstatus und Herkunft, für die Bekämpfung von häuslicher Gewalt durch Nachbarschaftsprojekte und gegen das praktizierte Racial Profiling der Kantonspolizei stark machen.

Gegenüber 2012 (37‘728 Stimmen) konnten wir unsere Stimmenzahl fast verdoppeln (69‘047 Stimmen). Am meisten Unterstützung erhielten wir wie vor 4 Jahren im Wahlkreis 5 Breitenrain/Lorraine, gefolgt vom Wahlkreis 1 Innere Stadt und dem Wahlkreis 3 Mattenhof/Weissenbühl. An der nächsten Sitzung am 10. Januar werden wir das Wahlergebnis noch etwas genauer analysieren. 

 

Vor den Wahlen ...

Die Alternative Linke Bern ist vor vier Jahren zum ersten Mal zu den Berner Stadtratswahlen angetreten und hat mit Christa Ammann einen Sitz gewonnen. Zusammen mit der Grünen Partei Bern und der PdA Bern bilden wir die Freie Fraktion im Stadtrat, die sich als linke Opposition zum RGM-Bündnis versteht.

 

Wir wollen den Finger auf wunde Punkte legen, unangenehm sein und gleichzeitig konstruktiv an Ideen und Lösungsvorschlägen mitarbeiten. Wir greifen dem Bündnis der RGM-Parteien (Rot-Grün-Mitte) unter den linken Arm und stehen dabei konsequent für alle ein, die nicht das „Glück“ haben, in finanziell gesicherten und wohlbehüteten Verhältnissen aufgewachsen zu sein bzw. zu leben.

 

  Mitte und Mainstream interessieren uns nicht. Unsere Stärke ist die Nähe zu Basisbewegungen und unsere Unabhängigkeit von etablierten und privilegierten Lobbyinteressen. Sirup und Schnaps statt Cüpli und Lachsbrötli, Picknick statt Apéro riche.

 

Wir verstehen uns als Anlaufstelle für alle, die ungerecht behandelt werden und deren Stimmen in der Politik und anderswo kein Gehör finden. Ausserdem wollen wir Mut machen für wilde Ideen. Politik heisst für uns ausprobieren und auch mal verrückt sein. Drum lieber eine Rutschbahn an die Aare als Chef*innensessel im Erlacherhof!

 

Wir wollen eine Brücke sein zwischen Parlament und ausserparlamentarischen Gruppen und sozialen Bewegungen, ein politisches Zwischenwesen. Wir stehen ein für mehr Zivilcourage und weniger Polizeipräsenz. Wir setzen uns ein für ein Vereinshaus, das ein fruchtbarer Boden für erblühendes, zivilgesellschaftliches Engagement sein soll. Und wir wollen einen öffentlichen Raum mitgestalten, der mehr ist als Parkplätze, kostenpflichtige öffentliche Toiletten und sexistische Bilder auf Werbeplakaten.

 

Wir wollen mehr fördern und weniger verbieten, denn wir sind überzeugt, dass sich Entfaltungsfreiheit und Solidarität verbinden lassen.

 

Wir haben uns im Parlament eingesetzt …

  • für eine rasche Behandlung und positive Beantwortung von Härtefallgesuchen jugendlicher Sans-Papiers mit Lehrstelle,
  • gegen die Verschmutzung des öffentlichen Raums durch kommerzielle Werbung,
  • für ein Vereinshaus (Maison des associations),
  • für die Erhaltung des Waisenhausplatzes als Ort für politische Kundgebungen,
  • für eine essbare Stadt (Urban Gardening),
  • für die Bekämpfung von häuslicher Gewalt durch Nachbarschaftsprojekte,
  • gegen Racial Profiling und unverhältnismässige Polizeieinsätze,
  • für Dealer-Corner und Hanfquartierläden,
  • gegen Herbizide und Pestizide im städtischen Weinbau,
  • für genügend Stand- und Transitplätze für Fahrende,
  • für die Schliessung der unterirdischen Asylnotunterkunft Hochfeld,
  • für eine TiSA-(Trade in Services Agreement) freie Zone Bern,
  • für vegane Menus in städtischen Mensen
  • und für die Gleichstellung von Freiwilligen- und Erwerbsarbeit bei der Vergabe von Betreuungsgutscheinen.

 

Dealer-Corner und Hanfläden haben keine Mehrheit gefunden und bei den anderen Vorstössen steht der Entscheid noch aus – wir bleiben dran!

 

Wir haben im Parlament erreicht, dass ...

  • die rasche Behandlung der Härtefallgesuche der Sans-Papiers Jugendlichen und ihrer Familien zugesichert worden ist,
  • der Waisenhausplatz so saniert wird, dass auch in Zukunft Kundgebungen möglich sind,
  • an diversen Orten in der Stadt Urban Gardening Projekte entstehen konnten,
  • die NUK Hochfeld endlich geschlossen worden ist
  • und die Gleichstellung von Freiwilligen- und Erwerbsarbeit bei der Vergabe von Betreuungsgutscheinen überprüft wird.

 

So tanzen wir für Bern